Architektur
Freianlagen
Tragwerk
TGA
Architektur
Freianlagen
Tragwerk
TGA
: Krummlauf Teske Happold Architekten BDA
: Jedamzik+Partner Landschaftsarchitekten, Stuttgart
: Boll Partner für Tragwerke, Stuttgart
: Drees & Sommer SE, Stuttgart
STÄDTEBAU
Die Entwicklung eines zusammenhängenden Quartiers und das harmonische Zusammenfügen beider Grundstücke sind wesentliche planerische Kriterien bei der Formfindung des neuen Sparkassen Quartiers. Die Integration durch den städtebaulichen Dialog mit der umgebenden Bebauung, die Einbindung durch behutsame Wegeverbindungen und Grünvernetzungen, und die Berücksichtigung der 2 unterschiedlichen Grundstücksbereiche (A und B) mit Ihren prägenden Rahmenbedingungen, haben die Formfindung das Quartiersbild wesentlich beeinflusst.
Das Quartier als Leitidee, nach dem Motto „harte Schale – weicher Kern“, bestimmen den städtebaulichen Ansatz im Bereich A, die „Fuge“ als Thema, die Abfolge von enger Gasse zu weitem Platz, die maßvolle Abstufung vom Hochpunkt an der Allee zur kleinteiligen Bebauung am Max-Beermann-Platz, prägen die Formfindung im
Bereich B.
Insbesondere die Gebäudehochpunkte im Quartier (Wollhaus, Sparkassenplatz und Allee) stehen in spannungsvoller, dialogischer Nachbarschaft und bestimmen wesentlich das Quartiersbild.



ERSCHLIESSUNG / PLATZGEFÜGE / VERKNÜPFUNGEN
Die äußere Erschließung wird bestimmt durch eine klare und eindeutige Adressbildung an der Allee (Synagogenplatz) und am Wollhaus (Sparkassenplatz). Diese wohlproportionierten Platzräume markieren die Zugänge in die Hauptnutzungsbereiche, wie Beratungscenter, Bürobereich mit Schulungs- und Konferenzbereich und Veranstaltungshalle.
Weiteres verbindendes Element sind die klar strukturierten Wegeverbindungen und Grünvernetzungen. Insbesondere der neu gestaltete Max-Beermann-Platz als verbindender städteräumlicher Bereich unterstützt das harmonische Zusammenfügen, die Vernetzung der beiden Grundstücksflächen.
Diese Vernetzung von Park- und Grünflächen, von Feyerabendschen Park über den Max-Beermann-Platz zur Allee, die Anbindung von Sparkassenplatz und innerem Quartiersgrün mit dem Grünbereich südlich des Wollhausturms, sind zentraler Bestandteil eines übergreifenden städtebaulichen Konzeptes. Die grünen Zwischenräume mit Ihren vielfältigen Nutzungen, die klar und übersichtlich strukturierten Verknüpfungen der Freiräume, prägen das Gesamtensemble und unterstützen das Quartiersbild als einladenden, lebendigen Begegnungsort.


AUSSENANLAGEN / GRÜNRÄUME
Die Freianlagen des Sparkassen Quartiers werden durch großzügige Grünflächen geprägt, die sich vom Feyerabend‘schen Park durch das gesamte Areal ziehen und bis zum Max-Beermann-Platz reichen. Diese Grünflächen schaffen eine harmonische Verbindung zwischen Natur und urbanem Raum. Geländemodellierungen in den Grünflächen sorgen für zusätzlichen Substrataufbau und bieten mehr durchwurzelbaren Raum für neue heimische Laubbäume, wodurch die Qualität des städtischen Grüns deutlich verbessert wird. Einige dieser Modellierungen sind mit Stauden-Gräser-Mischpflanzungen bepflanzt und unterstreichen die natürliche und abwechslungsreiche Gestaltung. Die übrigen Grünflächen sind niedrige Blühwiesen, die mit ihrer Vielfalt an Pflanzenarten das ökologische Gleichgewicht unterstützen und ästhetische Akzente setzen.
Der Belagsteppich aus hellen Pflastersteinen zieht sich visuell und funktional durch das gesamte Areal. Der Max-Beermann-Platz erhält eine übergreifende Intarsie, die symbolisch die Verbindung der Sparkassen-Standorte über die Wollhausstraße hinweg darstellt. Zudem wird der Max-Beermann-Platz durch ein Wasserspiel, baumbestandenen Grünflächen, unter Berücksichtigung der Bestandsbäume, Sitzelementen an den Rändern sowie durch einen Bus-Haltebereich auf der Südseite ergänzt, die den Platz sowohl funktional als auch gestalterisch bereichern.
Vom Max-Beermann-Platz führt der Synagogenweg zum nördlich gelegenen Eingang des Kundenzentrums, dessen Eingang sich auf dem Synagogenplatz mit Mahnmal befindet.
Der offen gestaltete und repräsentative Sparkassenplatz bildet den zentralen Zugang zum Standort A und zum Veranstaltungsgebäude. Eine seitlich angeordnete, barrierefreie Rampe führt sowohl zum Eingang als auch zur großzügigen Außenterrasse des Veranstaltungsgebäudes. Diese wird durch Sitzkanten gefasst und bietet einen einladenden Raum bei Veranstaltungen und für Begegnung und Kommunikation.
Die Freianlagen schaffen eine harmonische Mischung aus öffentlicher Nutzung und privaten Bereichen und erfüllen durch Ihre vielseitige Gestaltung die Bedürfnisse unterschiedlicher Nutzergruppen. Sie zeigen sich als verbindendes Gesamtensemble und tragen wesentlich zur Schaffung eines harmonischen, prägnanten Quartiersbildes bei.

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